Wie geht‘s Ihnen zur Zeit? Auch gedrückte Stimmung im Betrieb? Druck von allen Seiten, an allen Ecken wird gespart? Das drückt auf die Stimmung. Oder wie ein Seminarbesucher unlängst meinte: „An manchen Tagen möchte man am liebsten zuhause bleiben!“ Leben auf Sparflamme, sozusagen. Eigentlich geht’s jedem so – keiner von uns ist wirklich frei davon.
Es sieht allenthalben so aus, als ob nichts mehr geht. Das stimmt. Es sieht so aus. Das ist der Fehler und gleichzeitig die große Chance: Es sieht lediglich so aus. Das, was wir derzeit bevorzugt sehen (und womit uns die Medien zuschütten), ist wirklich unerfreulich. Doch das, was wir nicht sehen, ist sehr erfreulich. Der einzige Haken daran: Wir sehen es nicht. Es gibt auch und gerade jetzt, in dieser Sekunde, im wahrsten Sinne des Wortes ungeahnte und unerschöpfliche Potenziale, die nur darauf warten, dass wir sie entdecken. Berufliche, wirtschaftliche, emotionale, finanzielle und gesundheitliche Potenziale von ungeahnten Ausmaßen.
Sehen wir sie? Nein. Weil wir nur die Spitze des Eisberges sehen: Das eine Siebtel Sorge, Druck und Krisenzeichen. Die restlichen sechs Siebtel schlummern unter der Wasseroberfläche. Wir haben lediglich verlernt, unter die Oberfläche zu sehen.
Potenzialstrategie: Die Was-geht-noch-Brille
Schauen Sie unter die krisenhaft verworfene Oberfläche des Lebens. Es liegt so viel darunter verborgen! Warum sehen wir es nicht auf Anhieb? Weil sich unser Blick wegen der ständigen Mediensuggestion bereits in einer Problemtrance verfangen hat und nur noch das Negative sieht. Eisen Sie Ihren Blick los davon! Brechen Sie aus der Problemtrance aus. Zum Beispiel, indem Sie die Was-geht-noch-Brille aufsetzen. Fassen Sie einen konkreten Missstand ins Auge.
Beispielsweise:
- „Die meisten Kunden haben derzeit Auftragsstopp!“
- „Mein Beziehungspartner ist dauernd so gestresst!“
- „überall wird gekürzt und Investitionen gestrichen!“
- „Ich fühle mich nur noch gestresst oder schlapp.“
Sie wissen jetzt, was Sie da sehen: das eine Siebtel Sorge. Entdecken Sie nun die verborgenen sechs Siebtel Chance, Potenziale und Hoffnung, indem Sie an jeden Missstand die simple Frage anhängen: „Und – was geht trotzdem noch? Was geht überhaupt noch?“ Nun, wenn die meisten Kunden derzeit Auftragsstopp haben, dann heißt das doch auch: Nicht alle!!
Schon haben Sie ein Potenzial, eine Goldmine entdeckt, die Sie erschließen können: Warum nicht? Auf welche anderen Zielgruppen trifft dieses Warum-nicht ebenfalls zu? Und schon entdecken Sie Zielgruppen, die Sie bislang übersehen haben! Besser noch: Plötzlich entdecken Sie eine ganze Menge solcher Kunden!
Sie kennen dieses Aha-Erlebnis vom Pommesbuden-Effekt: Sobald Sie Hunger haben, entdecken Sie in fast jeder Straße einen Döner-Stand oder eine Pommesbude, wo Ihnen vorher überhaupt keine solche aufgefallen ist.
Das ist die Kraft der selektiven Wahrnehmung. Oder wie es im Zen heißt:
Was wir betrachten, vermehrt sich. Sie brauchen dafür lediglich die Was-geht-noch-Brille aufzusetzen, die quasi per Magnetblick all das in Ihr Leben zieht, worauf Sie schauen. Praktisch, nicht? Wer den Mangel betrachtet, erntet den Mangel. Wer die Potenziale betrachtet, erntet die Fülle.
Welchen Kunden haben Sie sich bisher unberechtigter weise vernachlässigt? Welche Frage sollten Sie sich noch stellen?
Angenommen Sie setzten die Potential-Brille für nur 5 Minuten auf.
- Was würden Sie alles sehen?
- Wie würden Sie sich dabei fühlen?
- Was würden Sie zu sich sagen?
- Wie würden Ihnen die Probleme der Zeit dann vorkommen?
- Was würden die sagen, wenn sie sprechen könnten?
Das ist die magische Potenzialtechnik. Magie wirkt im tun. Mit ein wenig Übung werden Sie erleben, wie Sie damit schöne Dinge in Ihr Leben ziehen. Viel Erfolg dabei!
Möchten Sie noch was stärkeres? Probieren Sie es mit der kleinen Potential-Kopfstand-Technik: Angenommen Sie würden den Eisberg einfach umdrehen, direkt an der Wasserlinie, was würden Sie sehen?
Sie können das alles ganz allein. Haben Sie Zutrauen zu sich selbst!
Ihr Wilfried Reiter

